Das Wochenende war vorbei und die Schule ging wieder los - mit Franzosen.
Am Vormittag waren wir Deutschen wieder mit der Schule beschäftigt und unsere
Austauschschüler waren in verschiedenen Klassen, um den deutschen Unterricht
live mitzuerleben, wobei der, nach Aussagen der Franzosen, teilweise etwas lockerer
gestaltet ist als in Frankreich ;-)Obwohl wir am Montag eigentlich auch am Nachmittag Unterricht hätten, war für alle um 13 Uhr Schulschluss, wir hatten ab 15 Uhr schließlich Kulturprogramm :-)
Wir versuchten also unsere Franzosen, die mittlerweile im ganzen Schulhaus verteilt waren, wieder einzusammeln, was am Ende dann auch jedem gelungen war. Die Rothenburger gingen meist mit ihren Franzosen nach Hause zum Mittagessen und Chillout, bis um 15 Uhr am Marktplatz wieder Treffpunkt war. Auch diejenigen, die nicht nach Hause gingen, brauchten natürlich was zu essen, und vertrieben sich dann so die Zeit in der Stadt, bis wir uns alle um 15 Uhr am Rathaus trafen.
Dort wurden wir vom Stellvertreter des Bürgermeisters empfangen, wobei die Lehrerin der Franzosen Dolmetscherin spielte. Er hieß die Franzosen herzlich Willkommen in Rothenburg und lobte die Städtepartnerschaft zwischen Rothenburg und Athis-Mons, durch die, wie er aus eigener Erfahrung sagte: ''echte Freundschaften entstehen können.''
Natürlich erzählte er auch die Legende vom Meistertrunk, bei der zum krönenden Abschluss jeder unserer französichen Gäste selbst einmal versuchen durfte, den Meistertrunk zu leeren. Allerdings war dieser mit Apfelsaft gefüllt und nicht historisch korrekt mit Wein ;-)
Nachdem der Empfang im Rathaus vorbei war, war noch eine Stadtführung organisiert worden, die Franzosen und Deutsche aber getrennt voneinander unternahmen, damit den einen auf Deutsch und den anderen auf Französich Näheres über Rothenburg erzählt werden konnte. Obwohl wir Deutschen uns eigentlich alle einig waren, dass wir genug über Rothenburg wissen, kamen auch wir nicht drumherum und wir erfuhren teilweise doch noch ein bisschen Neues über Rothenburg, wobei man hier nocheinmal ausdrücklich unsere Stadtführerin loben muss, die sich auf das Notwendigste beschränkte, sodass sich keiner langweilte ;-)
Auch von den Franzosen hörte man nur Positives, allerdings waren wir doch alle froh, als wir uns wieder auf dem Marktplatz trafen und der Pflichtteil des heutigen Tages beendet war, denn es herrschte eine Eiseskälte und alle freuten sich, nach Hause zu kommen oder sich noch in einem Cafe aufzuwärmen :-)
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